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Eine Investition in mich – mein erstes USM Haller Sideboard

Ein Möbelstück als eine Investition in sich selber zu sehen, klingt vielleicht etwas komisch, aber für mich war der Kauf meines ersten USM Haller Sideboards genau das – eine Investition in mich, meine Motivation und meine Arbeit. Als ich vor knapp drei Jahren ausgezogen und in meine erste eigene Wohnung umgezogen bin, habe ich mein Zuhause schrittweise, so wie es meine Finanzen und meine Inspiration es erlaubt haben, entwickelt. Mit dem Wohn- und Essbereich war ich schnell zufrieden, das Schlafzimmer hat sich zügig gemütlich angefühlt, aber mein Büro habe ich lange stiefmütterlich behandelt. Warum, weiss ich eigentlich selber nicht genau, denn in diesem Teil meiner Wohnung verbringe ich jeden Tag viele Stunden.
Herausfordernd war die Möblierung meines Büros, weil der Raum sehr groß und relativ dunkel ist. Ich habe mich nach einem funktionalen, zeitlosen und freundlichen Möbelstück gesehnt, das den Raum ausfüllt, sich aber nicht aufdrängt. Nach Stunden und Abenden, die ich auf meinem Pinterest Profil verbracht habe, war meine Begeisterung für USM Haller Möbel größer denn je. Schnörkellos, klassisch – perfekt für mein Büro und das Gesamtbild meines Zuhauses. Ob im Museum of Modern Art in New York, in zahlreichen Interieur-Bildbänden oder bei dem Blick in kultivierte Häuser, das Haller-Design ist mir immer wieder begegnet und stand lange auf meiner Wunschliste für Designklassiker, in die ich investieren möchte.

USM Haller Siedeboard

Entschieden habe ich mich für das dreigliedrige USM Haller Sideboard mit offenen Regalfächern oben und Klappfächern unten. Die einzelnen Elemente des Möbelstücks sind individuell kombinierbar und bestehen aus drei Komponenten. Die Rohre aus Metall bilden die Struktur des Möbelstücks, werden durch verchromte Kugeln miteinander verbunden und die farbigen Metalltablare füllen diesen Rahmen aus. Die Gestaltungsfreiheit ist also groß und gibt mir die Möglichkeit das Sideboard auch, wenn nötig, in einer anderen Form aufzubauen oder die farbigen Elemente auszutauschen. Das Design ist wegen dieser Einfachheit und Flexibilität revolutionär.
Weil sich mein Büro nach Sonne, Licht und Heiterkeit gesehnt hat, habe ich mich für den Farbton „Goldgelb“ entschieden, der auch an anderen Stellen in meiner Wohnung auftaucht. Das Gelb findet sich auf der Leinwand über meinem Sofa und in anderen Kunstwerken wieder, die mir am Herz liegen. Goldgelb ist für mich eine jahreszeitenlose Farbe, die strahlt, und Wärme verkörpert. Im Sommer erinnert mich Gelb an Sonnenschirme, gutes Wetter und Hitze, im Winter an Lichter, funkelnde Schaufenster und Champagner. Obwohl der Gedanke an ein gelbes Möbelstück einschüchternd seien kann, ist das gelbe USM Haller Sideboard in der Realität sehr zurückhaltend und nach meinem Empfinden kein Risiko. Ich bin mir sicher, dass dieses Möbelstück in jedem Zuhause, das ich in meinem Leben beziehen werde, einen Platz findet. Egal, ob das Zuhause größer, kleiner, heller, dunkler, moderner oder altmodischer als mein jetziges seinen wird.
Entworfen wurde das Stahlrohr-Möbelsystem von Paul Schärer und Fritz Haller im Jahr 1963. Der Fokus des Architekten Fritz Haller lag bei der Entwicklung des Designs auf der Flexibilität und Erweiterbarkeit seiner Systeme, die er als Baukasten entwarf. Übertragen hat er dieses System auch auf Gebäude-Typen. Mir gefällt der Gedanke ein Möbelstück in meiner Wohnung zu haben, das so durchdacht ist und ein großes Stück Designgeschichte verkörpert.

Der Zusammenhang zwischen Umfeld und Motivation 

Dass Menschen in einer sicheren und für sie schönen und praktischen Umgebung produktiver sind, ist kein Geheimnis. Ein ganzer Wirtschaftszweig beschäftigt sich damit Arbeitsbedingungen – und Umgebungen so zu formen, dass sie sich maximal positiv auf die Stimmung, die Motivation und die Konzentrationsfähigkeit auswirken. Der Aspekt Licht spielt in diesem Zusammenhang wahrscheinlich die wichtigste Rolle. Dunkle Räume, störende Schatten oder zu grelles Licht machen müde oder aggressiv. An der Belichtung meines Büros arbeite ich noch, aber mit dem gelben Sideboard habe ich einen wichtigen Schritt zur Verbesserung meines Arbeitsumfeldes unternommen. Für mich war diese Anschaffung auch eine Investition in meine Motivation, weil ich meiner Arbeit damit noch mehr Bedeutung zuschreibe. Das Sideboard verkörpert für mich Glaubenssätze, wie „Dein Weg als Freelancer war der richtige“, „Mit Fleiß und Durchhaltevermögen kannst du deine beruflichen Vorstellungen umsetzen“ oder „In deine Arbeit zu investieren, ist richtig.“
Wenn man wie ich alleine arbeitet und immer alleine für Ideen, Lob, Umstrukturierungen, Kritik oder Weiterbildung zuständig ist, kommt man hin und wieder an den Punkt, an dem einem Bestätigung für das, was man tut fehlt. Wer nicht von einem kollegialen Gebilde oder einer Firmenphilosophie getragen wird, muss sich seine eigene schaffen und in meinem Fall ist das Sideboard eine Art Beförderung oder positives Gespräch mit meinem Chef – also mit mir selber.

Redaktioneller Beitrag 
Freiwillige Markennennung und Verlinkung 

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2 Comments

  • Susa says: Juni 21, 2020 at 3:39 pm

    Liebe Flora ,

    da hast du ein wirklich schönes Stück ! Absolut zeitlos . Gerade das Gelb finde ich besonders schön .
    Ich denke , du wirst immer wieder Freude daran haben . Ein sehr schönes Zuhause hast du !

    Einen schönen Sonntag Abend , liebe Grüße aus Hamburg .

    Susa

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    • Flora says: Juni 21, 2020 at 3:57 pm

      Liebe Susa,
      vielen Dank 🙂

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