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Mein Weg zum Halbmarathon – die dritte Etappe

Wow, mittlerweile trainiere ich seit über sieben Monaten für den Halbmarathon und das Laufen ist zu einem Teil von mir geworden – verrückt, dass ich das nun stolz sagen kann. Wie versprochen halte ich euch auf dem Weg zu meinem Halbmarathon auf dem Laufenden und ich habe das Gefühl, dass ich kurz davor stehe, die letzte Etappe anzutreten und sich in den vergangenen Wochen einiges getan hat.
Die zweite Etappe war von Schmerzen geprägt. Meine Muskeln haben weh getan, an meinen Füßen sind immer wieder unschöne und schmerzvolle Blutblasen entstanden, meine Knie waren überfordert und mein Rücken auch. Diese Probleme habe ich mittlerweile im Griff. Nicht nur, weil ich jetzt weiss welche Hausmittel gegen welche Wehwehchen helfen, sondern auch weil ich mein Training weniger verbissen angehe, als noch Mitte des Sommers. Ich habe gemerkt, dass ich keine Fortschritte machen kann, wenn mein Körper überfordert ist und scheue mich jetzt nicht mehr davor, auf einem Zehn- oder 15 Kilometerlauf auch mal ein, zwei oder drei Kilometer zu gehen. Am Ende der zweiten Etappe war meine Motivation am Boden und ich bin immer noch dabei dieses Problem in den Griff zu bekommen. Nach den schnellen Fortschritten und Erfolgen am Anfang meines Trainings, muss ich jetzt mehr dafür tun, um eine Verbesserung zu verbuchen. Mein Körper ist an einem Punkt, an dem er sportlich gesehen so viel leistet, wie noch nie zuvor und das merke ich. Obwohl ich in meiner Jugend immer Sport getrieben habe, war ich nie eine Sportlerin, die über ihre Grenzen hinaus gegangen ist. Ich bin immer in meiner Komfortzone geblieben und da musste ich für dieses Projekt raus. Obwohl ich diese Hürde hinter mir gelassen habe, sind die Läufe aktuell immer noch eine große Motivationsfrage für mich. Die dritte Etappe habe ich also größtenteils damit verbracht die Strecken zu laufen, die ich bequem zurücklegen kann. Während das vor meinem Trainingsbeginn etwa 3,5 Kilometer waren, liegt meine Wohlfühlstrecke mittlerweile bei neun Kilometern.

Laufen ist Kopfsache

Wenn ich die körperlichen Herausforderungen der zweiten und dritte Etappe außer Acht lasse, sind da immer noch die mentalen Herausforderungen, denen ich mich auf dem Weg zum Halbmarathon stellen muss. Zum einen, und das fällt mir immer noch schwer, muss ich dazu in der Lage sein zu wollen. Das bedeutet, dass ich die Einstellung verfestigen muss, zwei Stunden laufen zu wollen oder zum Bespiel 17 Kilometer zurücklegen zu wollen. Solange dieser Groschen nicht rutscht, werde ich immer nach 90 Minuten oder zwölf Kilometern langsamer werden oder keine Lust mehr haben. Diesen mentalen Durchbruch muss ich noch schaffen und ganz ehrlich, momentan weiss ich nicht wie. Ich werde in den kommenden Wochen versuchen mir mein Endziel, den Halbmarathon, wieder klarer ins Gedächtnis zu rufen, mir den Lauf im nächsten Jahr vorzustellen und das Gefühl, das ich dann haben möchte. Ich will nach dem Halbmarathon stolz auf mich sein. Ich will mich stark fühlen und ich will noch mehr Lust am Joggen haben, als vorher. Ich will, dass dieses bewegte Projekt auf einem Höhepunkt endet.

 

Kopfsache ist Laufen aber nicht nur, wenn es um die mentalen Hürden, sondern auch wenn es um Entspannung und Stressbewältigung geht. Laufen klärt den Kopf, macht die Gedanken frei und ist für mich, liegen einige Kilometer hinter mir, beinahe wie eine Meditation. Meine Läufe sind immer dann besonders gut, wenn ich mich geärgert habe, frustriert oder gestresst bin. Die körperliche Bewegung ist dann wie ein Ventil und das ist der größte Erfolg des bisherigen Trainings. Ich habe ein gesundes Mittel gefunden, um ausgeglichener zu sein, besser zu schlafen und mich wohler in meinem Kopf und in meinem Körper zu fühlen.
Auf in die letzte Etappe! Und das mit der Motivation kriege ich auch wieder hin.

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